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Begrüßungsgottesdienst Sexta
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Pius-Gymnasium 15.09. 2002

Begrüßungsgottesdienst für die Sexta

 Gemeinsam schaffen wir es

swimmy1.jpg (37295 Byte)

 

Zum Einzug:  Kleines Senfkorn Hoffnung Gl 882 1.-3.

Liturgische Eröffnung

v    Im Namen des Vaters.....

v    Jesus, unser Weggefährte, sei mit euch.

Einleitung:

v    Liebe Schülerinnen und Schüler, die Ihr heute hier neu anfangt, liebe Eltern, liebe Patinnen, liebe Lehrer und Lehrerinnen, liebe Schulgemeinde!

v    Für alle ist es hier vermutlich ein sehr spannender Tag.

v    Für Eure neuen Lehrer. Die fragen sich, welche Schüler und Schülerinnen bekommen wir wohl? Wie wird das alles?

v    Für Eure Eltern. Die fragen sich: Klappt das alles an der neuen Schule auch so gut wie bisher? Geht alles gut?

v    Für die Patinnen: Wie sind wohl die Neuen?

v    Und ganz besonders spannend ist das für euch, liebe Fünftklässler. Vielleicht macht Ihr Euch auch Gedanken, wie das alles wohl so wird, ob alles klappt? Ob die neuen Lehrer wohl nett sind? Die neuen Schüler, wie die wohl sind. Alles ist noch ziemlich fremd.

v    Und da ist es gut zu wissen, dass wir nicht alleine dastehen, sondern dass wir an einen Gott glauben dürfen, der mit uns geht, der uns begleitet.

v    So wollen wir nun mit einem Gebet beginnen.

Gebet

Guter Gott, wir sind hier zu diesem Gottesdienst zusammengekommen, um dich darum zu bitten, dass du immer bei uns bist, dass du mit uns auf dem Weg bist und uns hilfst, dass alles gut wird. Darauf vertrauen wir, heute, alle Tage unseres Lebens und in Ewigkeit. Amen

Lied:  ‚Wo zwei oder drei’

Geschichte: ‚Swimmy’ Patinnen

(Stefanie Hinske, Marie Lamers, Claudia Bertels)

Irgendwo in einer Ecke des Meeres lebte einmal ein Schwarm kleiner, glücklicher Fische. Sie waren alle rot. Nur einer von ihnen war schwarz. Schwarz wie die Schale einer Miesmuschel. Aber nicht nur in der Farbe unterschied er sich von den anderen Fischen in seinem Schwarm: Er schwamm auch schneller. Sein Name war SWIMMY.

Eines schlimmen Tages kam ein Thunfisch in dieser Ecke des Meeres vorbei ; er war ein großer, schneller und überaus hungriger Bursche. Mit einem einzigen Maulaufreißen verschlang er  alle kleinen Fische, die dort waren. Nur ein Fisch entkam ihm. Das war Swimmy.

Erschrocken, traurig und einsam wedelte dieser nun hinaus ins große weite Meer, dort, wo er noch nie zuvor gewesen war.

Am Anfang war Swimmy auf dieser Reise durchs Unbekannte nicht ganz wohl, doch schon bald wurde er recht munter, denn das Meer war voller wunderbarer Geschöpfe, die Swimmy in seiner heimatlichen Meeresecke noch nie gesehen hatte.

Zuerst sah Swimmy eine Qualle. Er fand sie wunderbar. Sie sah aus, als wäre sie aus Glas, und schillerte in allen Farben des Regenbogens.

Dann entdeckte er eine Art lebenden Schaufelbagger. Das war der Hummer. Swimmy fand ihn äußerst beeindruckend.

Er kam aus dem Staunen nicht heraus. Nun begegnete er einem Aal, einer Art Wasserschlange, die ihm unendlich lang erschien. Als er endlich am Kopf des Aals angekommen war, konnte er sich schon nicht mehr an die Schwanzspitze erinnern.

Ein Wunder schloss sich ans andere an. Das nächste waren die See-Anemonen. Sie bewegten sich in der Strömung sanft hin und her, wie rosa Palmen im Wind.

Als nächstes aber glaubte Swimmy seinen Augen nicht zu trauen: Er sah einen Schwarm  kleiner roter Fische. Hätte er nicht gewusst, dass sein eigener Schwarm verschlungen und verschwunden war : Er hätte sie für seine Schwestern und Brüder gehalten!

"Kommt mit mir ins große Meer!" rief er ihnen munter zu. "Es gibt so viele wunderbare Dinge dort zu sehen!"  "Geht nicht", antworteten die kleinen roten Fische ängstlich. "Dort würden die großen Fische uns sofort fressen! Wir müssen uns hier hinter dem sicheren Felsen verstecken, damit sie uns nicht entdecken!"

Die Antwort der kleinen roten Fische machte Swimmy nachdenklich. Er fand es sehr traurig, dass der Schwarm sich nie hinaus ins offene Meer traute. "Da muss ich mir etwas einfallen lassen!" Und er dachte nach.

Er überlegte und überlegte. Und dann hatte er schließlich einen Einfall. "ich hab´s!" rief er fröhlich. "Lasst uns etwas ausprobieren!"

Da Swimmy den roten Fischen sehr nett vorkam, befolgten sie seine Anweisungen: Sie schwammen dicht aneinander und bildeten einen großen Schwarm, der aussah wie ein gigantischer Fisch. Jeder bekam darin einen Platz zugewiesen, bis der Riesenfisch fertiggestellt war. Am Ende war also aus vielen kleinen Fischen ein einziger großer Fisch geworden.

Es fehlte dem Riesenfisch allerdings das Auge. Also sprach Swimmy: "Ich werde das Auge spielen." Dann schwamm er nach vorne und füllte das Loch als kleines schwarzes Auge auf.

Dann schwamm der Schwarm endlich hinaus ins offene Meer hinaus in die große Welt der Wunder.

Und niemand dort wagte es, sie zu belästigen oder gar anzugreifen, denn zusammen waren sie nun ein Riesenfisch, vor dem alle anderen Fische in Ehrfurcht davonschwammen.

Und so schwimmen sie auch jetzt noch zusammen, getarnt als riesiger roter Fisch, glücklich und zufrieden durchs große weite Meer...   

danach bringen die Kinder ihre Bilder nach vorne, evtl. bereits auf einen Fisch kleben oder einen Fisch mit seinem eigenen Namen beschreiben

Lied: Lass uns in deinem Namen Herr, 1.3.4. Gl. 881

 

Ansprache mit integriertem Bibeltext:

v    Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Schulgemeinde,

v    auch wenn ich die Geschichte von Swimmy schon oft gehört habe, berührt sie mich immer wieder. Zuerst spricht mich Swimmy sozusagen als Person an. Er ist ein beeindruckender Fisch. Seines Schwarmes beraubt gelangt er ins offene Meer. Ihm ist erst nicht ganz wohl, doch dann gewinnt er Gefallen an dem Meer und was es alles zu bieten hat. Er macht eine ganze Menge Entdeckungen: Hummer, Qualle, Aal, Seeanemonen.

v    Und um solche Entdeckungen zu machen, bedarf es einiger wichtiger Eigenschaften.

v    Swimmy ist neugierig, hat Interesse am Meer. Und ich denke, dass ist seine wichtigste Triebfeder. Nur wer neugierig ist, wer Interesse hat, der kann Neues entdecken.

v    Swimmy lässt sich nicht unterkriegen. Am Anfang war ihm nicht wohl. Aber er war ein mutiger Fisch, er riskierte etwas, er gab nicht auf.

v    Er ist sehr aufmerksam. Er schaut sich die Dinge genau an. Er ging den Dingen auf den Grund. So umschwamm er z.B. den Aal und entdeckte, wie lang er war, er schien fast kein Ende nehmen zu wollen.

v    Er konnte begeistern und hatte neue Ideen. Die anderen fingen durch ihn an, Spaß am Meer zu haben und gingen auf seine Idee ein.

v    Diese Eigenschaften des Swimmy wünsche ich auch Euch, liebe Fünfklässler!

v    Ich wünsche Euch Neugierde und Interesse an der Schule, an den Fächern. Denn wenn Ihr neugierig seid, Interesse habt, Fragen stellt, dann macht ersten der Unterricht für Euch und für die LehrerInnen eine ganze Menge Spaß. Und wenn man Interesse an einer Sache hat, dann fällt es einem zweitens auch viel leichter zu lernen.

v    Ich wünsche Euch, dass Ihr euch nicht unterkriegen lasst. Sicher ist manches ungewohnt am Anfang. Die Schule, die Räume, wo muss ich hin. Auch die Fächer sind anders, manches scheint ziemlich schwer zu sein. Aber das schafft Ihr. Ich wünsche Euch da ganz viel Mut und Selbstvertrauen.

v    Und ich wünsche euch Aufmerksamkeit. Damit meine ich nicht nur das Zuhören in der Klasse, sondern auch, sich Dinge genau anzusehen. Natürlich seid Ihr hier, damit Euch die Lehrer etwas beibringen. Aber genauso können LehrerInnen auch von Euch lernen, weil Ihr manche Dinge vielleicht ganz anders seht oder tolle Ideen habt. Ich habe auf jeden Fall etwas von den alten Fünfern gelernt. Und zwar habe ich mit einer Klasse eine Einstimmung auf Weihnachten vorbereitet und ein Schüler hatte die Idee, ob wir nicht ein Spiel machen könnten, wo Wesen von einem anderen Stern den Coesfelder Weihnachtsmarkt besuchen und dort Fragen stellen. Ich fand die Idee toll und auch die Fragen, die die SchülerInnen gestellt haben. Ich muss zugeben, ich wäre auf vieles alleine nicht gekommen.

v    Und ein weiterer Wunsch ist, dass Ihr wie Swimmy andere begeistern könnt und gute Ideen habt. Vielleicht hat jemand mal gerade keine Lust auf Englisch oder ist etwas frustriert, weil er eine Sache nicht sofort verstanden hat. Und es wäre toll, wenn Ihr ihn begeistern könntet, dass man das schaffen kann, dass das auch viel Spaß macht. Und vielleicht habt Ihr ja auch gute Ideen, wie Ihr Eure Klassengemeinschaft gestalten könnt.

v    Und das ist für mich der zweite wichtige Aspekt an der Swimmy Geschichte. Gemeinsam sind die kleinen roten Fische mit Swimmy stark, alleine könnten sie sich nicht ins Meer wagen

v    Und so ist gut, liebe Fünftklässler, dass auch Ihr nicht alleine seid, dass Ihr eine Klassengemeinschaft bilden könnt, in der Ihr Euch gegenseitig helfen und unterstützen könnt.

v    Und es gibt eine Menge Swimmys hier bei uns an der Schule, die mit guten Ideen und einfach durch Ihr Dasein helfen können.

v    Da sind die Swimmys KlassenlehrerInnen, die sich gerade am Anfang ganz besonders um Euch kümmern, immer ein offenes Ohr für Eure Fragen und Probleme haben.

v    Da sind die Swimmies PatInnen, die Euch gerade bei ganz konkreten Fragen helfen. Wo ist die Toilette, wo finde ich die Turnhalle oder den Physikraum?

v    Da ist der Swimmy Herr Holthaus, der Euer Ansprechpartner ist, wenn Euch der Übergang zum Gymnasium schwer fällt oder Ihr andere Probleme im Lernumfeld habt.

v    Und gibt das Swimmy-Angebot von mir als Schulpfarrer, dass ich jeden Montag und Mittwoch in der Schule bin und zu Gesprächen zur Verfügung stehe. Wer etwas auf dem Herzen hat oder einfach nur so mit mir reden möchte, ist herzlich willkommen. Natürlich gibt es diese Möglichkeit auch zu anderen Zeiten und auch für die Eltern.

v    Wenn ich alle Swimmies hier an der Schule aufzählen würde, dann wäre vermutlich unser Schwarm ganz schwarz, denn alle hier (LehrerInnen, Hausmeister, Sekretärin, MitschülerInnen) wollen, dass es Euch gut geht, dass Ihr Euch hier wohlfühlt.

v    Und eine Gruppe Swimmies hätte ich fast vergessen, diejenigen, die Euch heute hier begleiten, Eure Eltern. Die helfen Euch ja auch eine ganze Menge, angefangen damit, dass ihr nicht verschlaft, dass Ihr ein Pausenfrühstück mitbekommt, dass etwas zu Essen auf Euch zuhause wartet, dass Ihr ihnen alles erzählen dürft und sie sich schon darauf freuen, wenn ihr nach Hause kommt und etwas Neues erzählen könnt.

v    Liebe Fünftklässler, ich bin sicher, dass Ihr es jetzt schon ahnt und bald sicher wisst. Ihr habt hier einen tollen Schwarm angetroffen, mit dem es Spaß macht weiterzuschwimmen.

v    Und dieser Schwarm hat noch etwas besonders, er nennt sich katholisches Gymnasium. Und eine gute Überschrift für diesen besonderen Schwarm könnte ein Vers aus dem Matthäusevangelium sein. Dort heißt es in Kapitel 18, Vers 20: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

v    Katholische Schule meint für mich u.a., dass da Menschen arbeiten, die ihr Engagement aus ihrem christlichen Glauben heraus verstehen und tun. Menschen, die durch ihren vielfältigen Dienst an der Schule dafür sorgen, dass neben Wissen auch Werte vermittelt werden; Menschen, die wichtige Fundamente für das Leben mit ins Spiel bringen, den christlichen Glauben an Gott, der mit jedem Menschen auf dem Weg ist und mit den Menschen als Gemeinschaft. Menschen eben, die leben, dass Gott in unserer Mitte ist.

v    Und gerade die Schulpastoral, die an unserer Schule recht ausgeprägt ist, versucht den Aspekt, dass Gott in unserer Mitte ist wach zu halten oder vorsichtiger gesagt, sie versucht die Frage nach Gott offen zu halten. Sie möchte der Sehnsucht dienen, dass es ein Mehr an Leben und Sinn gibt. Konkret meint das u.a.

v    Gottesdienstangebot jeden Mittwoch, um dem Grund des Lebens begegnen zu können und Kraft zu tanken

v   Weitere gottesdienstliche Angebote, u.a. in den geprägten Zeiten, bei besonderen Anlässen, einen Klassengottesdienst pro Schuljahr.

v   Tage religiöser Orientierung, in denen die eigenen Lebensfragen zur Sprache kommen und gemeinsam nach Orientierung gesucht wird

v   Das schon erwähnte Angebot von mir als Schulseelsorger, dass ich jeden Montag und Mittwoch in der Schule bin und zu Gesprächen zur Verfügung stehe.

v    Liebe Fünftklässler, ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr Euch im Pius-Schwarm wohlfühlt, ich wünsche Euch eine gute Zeit am Pius und Gottes Segen. Amen.

Lied: ‚Wo 2 oder drei’ GL 890

Fürbitten:

Ø     Lehrer: Wir wünschen euch, dass ihr unser persönliches Interesse am Unterrichtsstoff erfahrt. Wir bitten darum, dass ihr an unserer Schule positive Erfahrungen macht und eure eigene Persönlichkeit so gut wie eben möglich entfalten könnt.

Ø     Paten: Wir wünschen euch Lehrer, mit denen ihr lachen, aber auch lernen könnt. Wir bitten darum, dass ihr ein gutes Klassenklima habt, aus dem eine feste Klassengemeinschaft entsteht.

Ø     Schüler: Wir wünschen uns, dass wir viele neue Freunde finden und uns in unserer neuen Schule, dem St.-Pius-Gymnasium, wohlfühlen. Wir bitten, dass wir Spaß am Lernen haben und unser Leistungsvermögen entdecken.

Ø     Eltern: Wir wünschen uns, dass wir unsere Kinder in allen Lebenslagen begleiten und mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Wir bitten darum, dass ihr hier vorbereitet werdet, euer späteres Leben gut meistern zu können.

Vater unser:

Segen:

v    Gott, der barmherzige Vater schenke euch jeden Tag Freude, wenn ihr euch auf den Weg zur Schule macht.

v    Er schenke euch neue Freunde, die das Leben erst richtig schön machen.

v    Er schenke Euch Menschen, die immer ein offenes Ohr für euch haben.

v    Er schenke Euch Mut, wenn mal alles nicht so läuft, wie ihr es gerne hättet.

v    Er sei mit Euch, alle Tage Eurer Lebens.

v    Das gewähre euch der dreieinige Gott der Liebe, der Vater, der Sohn + und der Heilige Geist.

Lied: Laudato si

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßt Herr Nolte die neuen Fünftklässler.